Assam Tee Fair Handeln

Die teealternative’ unterstützt alle Bemühungen, deren Ziel es ist, dass arbeitende Menschen fair entlohnt werden – egal wo: in der sogenannten Dritten Welt genauso wie bei uns.
Was ‘fair’ ist, ist objektiv nicht feststellbar!
Die teealternative’ begrüßt es sehr, dass im Handel mit den Schwellenländern und der sogenannten Dritten Welt nun endlich, nach Jahrhunderten der Ausbeutung, das Thema ‘Fairness’ in den Mittelpunkt rückt. Die Anzahl der Unternehmen, die sich diesem Thema stellen, wächst erfreulicherweise ständig.
Für uns von der teealternative’ bedeutet Fairness im Umgang mit den Arbeitern/innen in den Erzeugerländern, dass sie durch menschenwürdige Arbeit ein Einkommen erzielen, das ihnen ein ordentliches Leben (Nahrung, Unterkunft, medizinische Versorgung, Ausbildung, aber auch Organisationsfreiheit, etc.) ermöglicht.
Bei unseren Besuchen in den indischen Anbaugebieten Assam und Darjeeling haben wir die Lebens- und Arbeitsverhältnisse der Arbeiter/innen in den Teegärten unseres Lieferanten persönlich kennen gelernt.
Der indische Staat hat durch ein Gesetz bereits Anfang der 50er Jahre die Arbeitsbedingungen der Arbeiter/innen der Teegärten weitestgehend geregelt, und zwar in erstaunlich fortschrittlicher Weise. Dort ist u.a. geregelt, dass die Familien kostenfreies Wohnrecht in den Teegärten haben, dass der Eigentümer der Plantage für Schulen, Kindergärten und medizinische Versorgung zu sorgen hat, Arbeits- und Urlaubszeiten sind ebenso geregelt wie Rentenversicherung, der Krankheitsfall und das Verbot von Kinderarbeit (siehe www.teaboard.gov.in)
Vermutlich ist das der Grund dafür, dass in der indischen Teeindustrie multinationale Großkonzerne, anders als bei Kaffee, Kakao oder Bananen, keine Rolle spielen.

Für das sehr traditionell-hinduistisch geprägte Familienunternehmen (gegründet 1916), von dem die teealternative’ ihren Tee kauft, ist es mehr als selbstverständlich, sich an Gesetze und die Ergebnisse von Lohnverhandlungen zu halten.

Die Grundlage für alles ist, dass der Chef seine Leute als Familie behandelt. Nur so entsteht guter Tee. …Letztlich hängen die Bedingungen in einer arbeitsintensiven Industrie (gemeint ist die Teeindustrie, Anmerkung der teealternative’) von der Einstellung des Eigentümers ab. Wir verdienen Geld durch die Hände unserer Arbeiter/innen. Behandeln wir sie gut, schmecken Sie das bei jeder Tasse Tee” sagte das Familienoberhaupt kürzlich in einem Interview mit der FAZ.
Wir von der teealternative’ konnten uns bei unseren persönlichen Besuchen sowohl in den Gärten Assams als auch in den Gärten Darjeelings davon überzeugen, dass dieser Geist der Fairness und Partizipation hier Realität ist.
Kinderarbeit gibt es in den Gärten unseres Lieferanten selbstverständlich nicht.
Frau Zimmermann im Gespräch mit Teepflückerinnen im Garten Tonganagaon