Soziales Engagement der ‘teealternative’

Unterstützung des Kinderhilfswerks “H.E.L.G.O e.V.”

“Schule statt Kinderarbeit” – Ein Bildungsprojekt in Kalkutta

bei der Gründung der ‘teealternative’ hatte ich die Vision, ein an den Grundsätzen der Nachhaltigkeit und Fairness orientiertes Unternehmen aufzubauen.
So stand von Anfang an fest, dass ich nur mit ökologisch angebautem Tee (Bio-Tee) handeln würde und dass als Verpackung für Bio-Tee Plastiktüten nicht in Frage kommen. Außerdem hatte ich die Idee, mit dem Erlös ein soziales Projekt im Erzeugerland zu unterstützen.

Es war nicht ganz leicht, ein Hilfswerk zu finden, dessen Ziel rückhaltlose Unterstützung verdient, das größenmäßig zu einem kleinen, neu gegründeten Unternehmen passt und das einen sinnvollen gesellschaftlichen Zusammenhang mit dem Teehandel hat.
Durch einen Beitrag in ‘Phönix’ wurde ich auf das Kinderhilfswerk eines Hamburger Arztes aufmerksam. Dr. Meyer-Hamme stieß anlässlich eines Einsatzes als Arzt in Kalkutta auf das nur schwer vorstellbare Elend der Kinderarbeit in Kalkutta. Weil die Eltern keine Schulbildung erfahren haben, können sie nur als Tagelöhner arbeiten. Das Einkommen ist dementsprechend niedrig. Deshalb werden die Kinder aus purer Not, nicht aus mangelnder Kinderliebe, von ihren Eltern zur Arbeit auf Müllkippen oder in Fabriken anstatt zur Schule geschickt. Das führt dazu, dass auch diese Kinder sich später nur als Tagelöhner verdingen können. So entsteht eine ‘Spirale der Armut’.
Die einzige Möglichkeit, diese Spirale zu unterbrechen, dachte sich Dr. Meyer-Hamme, ist Bildung. Hier bedurfte es zunächst der unaufdringlichen Aufklärung. Er versuchte in Gesprächen mit den Eltern und Kindern, sie von der Bedeutung des Schulbesuches zu überzeugen. Klar war, dass dies nur möglich sein würde, wenn man den Eltern Ersatz für das wegfallende Einkommen anbietet. Voraussetzung dafür ist, dass die Kinder regelmäßig am Schulunterricht teilnehmen.

So ist in den vergangenen 15 Jahren mit unendlicher Geduld und trotz vieler Rückschläge das kleine aber äußerst effiziente Hilfswerk H.E.L.G.O. e.V. (Help for Education and Life Guide Organisation) entstanden. Die Verwaltungskosten sind mit ein bis zwei Prozent der Spendeneinnahmen sehr niedrig.

Inzwischen betreibt HELGO eigene Schulen, sorgt dafür, dass die Kinder täglich eine ordentliche Mahlzeit bekommen und organisiert in Zusammenarbeit mit anderen Hilfswerken, z.B. Don Bosco, bereits die berufliche Ausbildung der ersten Kinder.

Da – wie alle großen Tee-Exporteure Indiens – auch unser Lieferant in Kalkutta sitzt, habe ich mich dazu entschlossen, künftig vom Verkaufserlös 80 Cent pro Kilo, also 20 Cent je 250-Gramm-Tüte, an den gemeinnützigen Verein H.E.L.G.O. e.V. zu spenden.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.helgo-ev.de.